Igel Toastmasters Club Buxtehude
Igel Toastmasters Club Buxtehude

Clubleben

Nachfolgend findest Du Infos zum Vorstand und Impressionen aus dem Clubleben. Auch der Ablauf eines Clubtreffens wird beschrieben. Toastmasters-Mitglieder kommen mit ihren Meinungen zu Wort, und es gibt eine Sammlung von Links zu anderen Toastmasters-Clubs aus der Region. Schließlich kannst Du einen Erfahrungsbericht einer Toastmasterin aus erster Hand lesen.

Der Vorstand

Das Vorstandsteam der Igel Toastmasters im Jahr 2019/ 2020:

 
Amt Mitglied
Präsidentin Ina
Vizepräsidentin Weiterbildung Carol
Vizepräsidentin Mitgliedschaft vakant
Vizepräsidentin Offentlichkeitsarbeit Mona
Sekretärin Nicole
Saalmeister Peter
Schatzmeister Jörn
Vorjahrespräsidentin Mona

Impressionen

Ablauf eines Clubtreffens

Der Abend gliedert sich in 3 Teile:

 

Begrüßung und Rollenverteilung

Der Clubpräsident begrüßt alle Mitglieder und Gäste und übergibt das Wort an den Moderator des Abends.

Moderator DES ABENDS? Ja genau, denn alle Rollen bzw. Ämter werden für jeden Abend neu verteilt. Dadurch, dass man jedes Mal unterschiedliche Rollen besetzt, gewöhnt man sich daran, verschiedene Perspektiven einzunehmen. Das hilft sehr dabei, sich zu einem guten Redner entwickeln zu können. Rollen sind z.B. Redner, Redebewerter, Stegreifreden-Moderator und Zeitnehmer. Aber auch die Körpersprache, der Sprachstil und die Füllworte werden beobachtet.

Wenn alle Rollen verteilt sind, kann es losgehen:

 

Die Reden

Es gibt die Stegreifreden und die vorbereiteten Reden. Bei den Stegreifreden lernen die Teilnehmer mit vorgegebenen Stichworten zu improvisieren. Die Reden dauern 1-2 Minuten.

Danach folgen die vorbereiteten Reden. Pro Abend gibt es ein bis drei Reden, die jeweils 4-10 Minuten dauern. Diese werden von den Mitgliedern zu Hause vorbereitet. Das Thema der Rede darf man selbst wählen. Nach einer Pause folgt der dritte und letzte Teil:

 

Der Bewertungsteil

Im Bewertungsteil bekommen unsere Mitglieder in wertschätzender Art konstruktive Rückmeldungen zu ihren Beiträgen. Dies ist eine gute Gelegenheit für die Redner, positive Redeerfahrungen zu machen und sich auf der Basis präziser Rückmeldungen weiter zu entwickeln. Der Bewertungsteil hilft nicht nur enorm, seine Redefertigkeiten auszubauen und zu verfeinern, sondern man übt auch, Kritik zu geben und zu empfangen.

Nachdem die Ämter für das nächste Treffen verteilt wurden, verabschiedet der Präsident um 22.00 Uhr alle Mitglieder und Gäste.

Meinungen

Ich bin von Anfang an bei den Igel Toastmasters dabei. Ich bin sicherer beim freien Reden geworden, was mir beruflich sehr nützlich ist — nicht nur im Umgang mit anderen Menschen sondern auch bei eigenen Vortragsveranstaltungen.
Durch meine Arbeit im Vorstand lerne ich mit den Kolleginnen und Kollegen zusammen zu arbeiten und mögliche Konflikte zu lösen. Darin sehe ich auch das „Toastmaster-Prinzip“: Vorstandsarbeit vorrangig als Selbstzweck. Was ich dort lerne, wende ich in Beruf und Ehrenämtern an. Ich freue mich, dass mich die Igel dieses Jahr wieder zur Präsidentin gewählt haben. Vielen Dank!

Mona

Was begeistert mich am Reden lernen mit den IGEL  Rednern?
Reden halten lernt man durch…….reden! Schon bei meinem ersten Besuch bekam ich die Möglichkeit, frei zu sprechen! Die Möglichkeit – niemand hat mich gezwungen.
Die Bausteine der Rhetorik lernte ich ganz allmählich kennen – bei jeder Rede habe ich eine neue Fähigkeit zu den vorhandenen hinzugefügt: irgendwann fing ich an, mich zu trauen, mehr Mimik und Gestik einzusetzen, meine Lautstärke zu variieren, das Publikum zu fixieren, ja, die Aufmerksamkeit meines Publikums zu genießen!
Ein weiterer Lernschritt war die „Eroberung“ des Raumes, bzw. der Bühne – es ist schon ein besonderes Gefühl, sich mehr Raum zu nehmen…...

Astrid

Ich muss mich „äußern“ können. Ich muss „auftreten“ können. Ich muss das, was in mir liegt, „nach draußen tragen können in die Welt“, wie der amerikanische Philosoph und Schriftsteller Henry David Thoreau sagt, der von 1817 bis 1862 gelebt hat.
Bekommen wir diese Fähigkeit „in die Wiege gelegt“?

Nein, sie muss gelernt werden wie das Fahrradfahren und Schwimmen. Hat man aber erst einmal „den Dreh raus“, geht es immer wieder wie von selbst und jedesmal immer besser.

Georg

Seit 1995 bin ich Mitglied bei den Buxtehuder Toastmasters: Nach 11 Jahren Mitgliedschaft im englischsprachigen Klub habe ich 2006, mit Hilfe von weiteren Toastmastern, in Buxtehude einen deutschen Klub gegründet. Ich hatte Glück, dass das Vorhaben gelang, und seitdem freue ich mich immer auf die Igel-Abende im Kulturforum, die zwei Mal im Monat stattfinden.
Die Institution Toastmasters hat mir dazu verholfen, meine Hemmungen abzubauen, vor Publikum zu sprechen und hat mir Mut und Zuversicht vermittelt, mich auch einmal an größere Vorhaben zu wagen - so habe ich nach 14 Jahren Mitgliedschaft 2009 mit sehr viel Freude und Erfolg eine europäische Toastmaster Konferenz mit 250 internationalen Teilnehmern in Hamburg geplant, organisiert und durchgeführt. Ohne die Schulung durch die Buxtehuder Klubs wäre ich dazu niemals in der Lage gewesen, und dafür bin ich sehr dankbar.

Christiane

Ich freue mich jedes Mal, wenn die 14 Tage Wartezeit bis zum nächsten IGEL-Abend wieder rum sind. Obwohl jeder Abend nach einem traditionellen Rhythmus abläuft, ist doch jeder Abend anders. Früher habe ich Rhetorikkurse bei der VHS besucht, war auch nicht schlecht, aber ein besserer Redner bin ich dadurch nicht geworden.

Bei Toastmaster lerne ich nicht durch zuhören, wie ich besser rede, sondern ich lerne reden durch reden. Klar gibt es immer welche, die besser reden können. Aber für mich sind nicht die anderen die Meßlatte, sondern meine eigene vorhergehende Rede. Hilfreich sind dabei auch häufig die kritischen Anmerkungen durch die anderen Teilnehmer und wenn ich mir die Videoaufnahme noch einmal in Ruhe zu Hause auf dem PC ansehe, fallen mir weitere Verbesserungsmöglichkeiten auf.

Peter

Links

Wenn Du mehr zu Toastmasters  erfahren möchtest, so nutze die untenstehenden Links, aber auch sonst findest Du im Internet viele nützliche und interessante Links.

 

Unter dem Suchbegriff Toastmasters gibt es bei Youtube viele Videos zu Toastmaster Veranstaltungen. Diese geben Dir vielfältige Eindrücke und einen guten Überblick der unterschiedlichen Redequalitäten: Youtube

Toastmasters.org die Hauptseite von Toastmasters International
District 95

die offizielle Webseite des District 95 für Skandinavien und Deutschland

District 95, Division A

die Webseite des District 95, Division A, Nord-West-Deutschland

Hanseredner Hamburgs erster deutschsprachiger Toastmasters Club 
City Redner Hamburg ein bilingualer Toastmastersclub in Hamburg
Rednerclub Bergedorf

der Rhetorik- und Redner-Club in Hamburg-Bergedorf

Hedgehog Toastmasters Buxtehude

die englischsprachigen Toastmasters in Buxtehude

Bremer Sprechstunde

der erste Bremer Toastmasters Club

Stader Redenschwinger der deutschsprachige Club in Stade
Stade Toastmasters der englischsprachige Club in Stade

Erfahrungsbericht einer Toastmasterin

Manchmal kann ich es selbst kaum glauben!
Dass ich es bin, die vor Publikum steht!
Dass ich es bin, die Reden hält!
Dass ich es bin, die dann alle im Griff hat!

 

Vor fast 20 Jahren wäre das noch unvorstellbar gewesen, aber damals fing alles an, und zwar als ich in einer tiefen persönlichen Krise steckte:
Mein Mann hatte mich verlassen, und ich lebte mit meinen drei Töchtern alleine in einem großen Haus. Es war eine schwere Zeit für mich. Nicht, dass ich den Alltag nicht gemeistert hätte – nein, der war kein Problem für mich – aber ich war eben „nur“ Hausfrau und Mutter, und mir fehlte Bestätigung.

Ich war also auf der Suche nach einer sinnvollen und erfüllenden Aufgabe, als ich im Herbst 1994 in einer Zeitung auf die Einladung zu einem Schnupperabend bei den „Toastmasters“ stieß. Ich hatte keine Ahnung, was die „Toastmasters“ waren, aber da mir die Decke auf den Kopf fiel, beschloss ich, hinzugehen.

Ich nahm also an meinem ersten Toastmasters-Treffen teil:

Ehrfürchtig, staunend, fasziniert!
Da traute man sich, vor eine Gruppe zu treten und Reden zu halten!
Unglaublich!
Und es wurde geklatscht – nach jedem Beitrag!
Ich bewunderte jeden einzelnen von ihnen grenzenlos, war aber heilfroh, dass ich in meinem Winkel in Ruhe gelassen wurde.

Nach dem Treffen standen alle noch zwanglos zusammen und klönten. Das war mir schon vertrauter, und so mischte ich mich unter sie.

Sie waren freundlich und – irgendwie so normal . . . – und sie luden mich ein, wiederzukommen – was ich gerne annahm, denn die Atmosphäre bei den furchtlosen Rednern hatte mich verzaubert.


Während der ersten Monate saß ich – ohne einen Ton zu sagen – einfach nur mitten unter ihnen und saugte alles begierig auf, was sich vor meinen Augen und Ohren abspielte:
Diese Kompetenz, diese Selbstsicherheit, diese Eloquenz – flößten mir Hochachtung – aber auch ein wenig Angst ein.
Ich hätte mich zu dem Zeitpunkt nie getraut, selber etwas zu sagen.
Was wäre, wenn ich mich versprach oder nicht das richtige Wort fand? Man würde mich ja auslachen!

Es war eigenartig:
Ich war privat nie auf den Mund gefallen:
Ich unterhielt mich mit Freunden und Bekannten über Gott und die Welt.
Ich war es gewohnt, eine Organisation wie unsere „Kleinfamilie“ zu managen und mir auch respektvoll Gehör zu verschaffen,
aber in dem Kreise der Toastmasters verstummte ich völlig.

Ich war meinen Klubkameraden sehr dankbar dafür, dass sie mich nicht drängten, mich zu beteiligen, sondern dass sie mich einfach nur dabei sein ließen.

Nach Monaten beantwortete ich zum ersten Mal eine Stegreifrede, aber sitzend – von meinem Platz aus. Mein Herz klopfte so laut – ich dachte, man könnte meine Worte nicht verstehen.
Aber es wurde auch bei mir geklatscht!

Es vergingen wieder Wochen, bevor ich mich dazu überreden ließ, doch auch einmal vom Rednerpult die Zuhörer anzusprechen.
Zögernd – sehr zögernd folgte ich.
Und ich schaffte es!
Ich stand zum ersten Mal in meinem Leben vor Publikum und redete!
Hinterher war es ein wunderbares Gefühl – und ich muss zugeben, dass ich ein wenig stolz war – so ganz geheim – für mich alleine.

Von nun an traute ich mich bei jedem Wortbeitrag nach vorne, auch wenn ich mich jedes Mal daran erinnern musste:
„Dies ist der richtige Weg – hier begegnest du deiner Angst!“


Ich machte die Erfahrung, dass sich der Erdboden unter mir nicht auftat und meine Zuhörer mich nicht verachteten, selbst wenn ich mich versprach, mir ein bestimmter Ausdruck nicht einfiel oder ich sogar einen totalen Blackout hatte.

14 Monate brauchte ich von meinem ersten Toastmasters Abend bis zu meiner ersten Rede!
Aber mein Selbstvertrauen wuchs – langsam – ganz langsam.
Auch wenn ich immer gegen meine Unsicherheit und meinen inneren Schweinehund ankämpfen musste, die mich dazu verleiten wollten, eine Stegreifrede oder ein anderes Amt abzulehnen.

Meine Klub-Kameraden ermutigten und lobten mich und trauten mir viel zu: So wurde ich nach wenigen Jahren bereits in den Vorstand gewählt und nach zwei/drei weiteren Jahren wurde ich sogar Präsidentin.

Der Mensch wächst an seinen Aufgaben, und so hatte ich 2006 erneut die Chance, ein gehöriges Stück zu wachsen, denn mir wurde die Aufgabe übertragen, ein Jahr lang die Toastmaster Klubs in Norddeutschland zu betreuen, was dann auch bedeutete, vor fremden Klubs zu stehen und zu ihnen zu sprechen.
Ich nahm die Herausforderung an, denn ich ahnte inzwischen, dass ich es schaffen würde!

Seither wurde ich immer sicherer und mutiger:
Ich begann, überregionale Wettbewerbe zu organisieren, was in der Ausrichtung der europäischen Konferenz im Herbst 2009 gipfelte, an der etwa 300 Gäste und Wettbewerber aus ganz Europa teilnahmen.
Und ich begann, mich selber in Wettbewerben mit anderen Toastmastern zu messen – und dieses gipfelte im Herbst 2013 darin, dass ich in Budapest Vize Europameisterin im humorvollen Redewettbewerb wurde.
Es war überwältigend!
 
Und dennoch – manchmal kann ich es selbst kaum glauben,
dass ich es bin, die vorne steht und Reden hält.

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