Aktuelle Informationen:

- Wir Igel-Toastmasters gehören zur Area A6; dazu gehören ebenfalls:

- Hamburg Speakup

- Power Speakers Hamburg

- Hamburg International Speakers

- Stader Redenschwinger.

-----------

Den Igel-Toastmasters Vorstand für das Amtsjahr 2017 / 2018 seht Ihr hier !

----------

 

Hier findet Ihr

fotografische Eindrücke zur 10-jährigen Geburtstagsfeier der IGEL-Toastmasters am 28.05.2016 im Kulturforum.

-----------

 

Hier findet Ihr

Informationen und Fotos  zur Area-Konferenz vom 12.03.2016 im PaulZentrum Buxtehude.

------------

Reden Sprache Rhetorik Publikum reden zuhören beurteilen vortragen flüstern motivieren Körpersprache schreien betonen Mimik anhören mitreden lernen Lampenfieber lesen vorlesen gestikulieren lachen Spaß unterhalten Gastlichkeit leiten Club Kunst Stil Stegreifreden Gastfreundlichkeit präsentieren Sprache Rhetorik betonen Mimik Körpersprache mitreden lernen gestikulieren lachen vortragen leiten Buxtehude Kunst Stil Stegreifreden präsentieren

Kommunikation

Erfahrungsbericht einer Toastmasterin

Manchmal kann ich es selbst kaum glauben!
Dass ich es bin, die vor Publikum steht!
Dass ich es bin, die Reden hält!
Dass ich es bin, die dann alle im Griff hat!

 

Vor fast 20 Jahren wäre das noch unvorstellbar gewesen, aber damals fing alles an, und zwar als ich in einer tiefen persönlichen Krise steckte:
Mein Mann hatte mich verlassen, und ich lebte mit meinen drei Töchtern alleine in einem großen Haus. Es war eine schwere Zeit für mich. Nicht, dass ich den Alltag nicht gemeistert hätte – nein, der war kein Problem für mich – aber ich war eben „nur“ Hausfrau und Mutter, und mir fehlte Bestätigung.

Ich war also auf der Suche nach einer sinnvollen und erfüllenden Aufgabe, als ich im Herbst 1994 in einer Zeitung auf die Einladung zu einem Schnupperabend bei den „Toastmasters“ stieß. Ich hatte keine Ahnung, was die „Toastmasters“ waren, aber da mir die Decke auf den Kopf fiel, beschloss ich, hinzugehen.

Ich nahm also an meinem ersten Toastmasters-Treffen teil:

Ehrfürchtig, staunend, fasziniert!
Da traute man sich, vor eine Gruppe zu treten und Reden zu halten!
Unglaublich!
Und es wurde geklatscht – nach jedem Beitrag!
Ich bewunderte jeden einzelnen von ihnen grenzenlos, war aber heilfroh, dass ich in meinem Winkel in Ruhe gelassen wurde.

Nach dem Treffen standen alle noch zwanglos zusammen und klönten. Das war mir schon vertrauter, und so mischte ich mich unter sie.

Sie waren freundlich und – irgendwie so normal . . . – und sie luden mich ein, wiederzukommen – was ich gerne annahm, denn die Atmosphäre bei den furchtlosen Rednern hatte mich verzaubert.


Während der ersten Monate saß ich – ohne einen Ton zu sagen – einfach nur mitten unter ihnen und saugte alles begierig auf, was sich vor meinen Augen und Ohren abspielte:
Diese Kompetenz, diese Selbstsicherheit, diese Eloquenz – flößten mir Hochachtung – aber auch ein wenig Angst ein.
Ich hätte mich zu dem Zeitpunkt nie getraut, selber etwas zu sagen.
Was wäre, wenn ich mich versprach oder nicht das richtige Wort fand? Man würde mich ja auslachen!

Es war eigenartig:
Ich war privat nie auf den Mund gefallen:
Ich unterhielt mich mit Freunden und Bekannten über Gott und die Welt.
Ich war es gewohnt, eine Organisation wie unsere „Kleinfamilie“ zu managen und mir auch respektvoll Gehör zu verschaffen,
aber in dem Kreise der Toastmasters verstummte ich völlig.

Ich war meinen Klubkameraden sehr dankbar dafür, dass sie mich nicht drängten, mich zu beteiligen, sondern dass sie mich einfach nur dabei sein ließen.

Nach Monaten beantwortete ich zum ersten Mal eine Stegreifrede, aber sitzend – von meinem Platz aus. Mein Herz klopfte so laut – ich dachte, man könnte meine Worte nicht verstehen.
Aber es wurde auch bei mir geklatscht!

Es vergingen wieder Wochen, bevor ich mich dazu überreden ließ, doch auch einmal vom Rednerpult die Zuhörer anzusprechen.
Zögernd – sehr zögernd folgte ich.
Und ich schaffte es!
Ich stand zum ersten Mal in meinem Leben vor Publikum und redete!
Hinterher war es ein wunderbares Gefühl – und ich muss zugeben, dass ich ein wenig stolz war – so ganz geheim – für mich alleine.

Von nun an traute ich mich bei jedem Wortbeitrag nach vorne, auch wenn ich mich jedes Mal daran erinnern musste:
„Dies ist der richtige Weg – hier begegnest du deiner Angst!“


Ich machte die Erfahrung, dass sich der Erdboden unter mir nicht auftat und meine Zuhörer mich nicht verachteten, selbst wenn ich mich versprach, mir ein bestimmter Ausdruck nicht einfiel oder ich sogar einen totalen Blackout hatte.

14 Monate brauchte ich von meinem ersten Toastmasters Abend bis zu meiner ersten Rede!
Aber mein Selbstvertrauen wuchs – langsam – ganz langsam.
Auch wenn ich immer gegen meine Unsicherheit und meinen inneren Schweinehund ankämpfen musste, die mich dazu verleiten wollten, eine Stegreifrede oder ein anderes Amt abzulehnen.

Meine Klub-Kameraden ermutigten und lobten mich und trauten mir viel zu: So wurde ich nach wenigen Jahren bereits in den Vorstand gewählt und nach zwei/drei weiteren Jahren wurde ich sogar Präsidentin.

Der Mensch wächst an seinen Aufgaben, und so hatte ich 2006 erneut die Chance, ein gehöriges Stück zu wachsen, denn mir wurde die Aufgabe übertragen, ein Jahr lang die Toastmaster Klubs in Norddeutschland zu betreuen, was dann auch bedeutete, vor fremden Klubs zu stehen und zu ihnen zu sprechen.
Ich nahm die Herausforderung an, denn ich ahnte inzwischen, dass ich es schaffen würde!

Seither wurde ich immer sicherer und mutiger:
Ich begann, überregionale Wettbewerbe zu organisieren, was in der Ausrichtung der europäischen Konferenz im Herbst 2009 gipfelte, an der etwa 300 Gäste und Wettbewerber aus ganz Europa teilnahmen.
Und ich begann, mich selber in Wettbewerben mit anderen Toastmastern zu messen – und dieses gipfelte im Herbst 2013 darin, dass ich in Budapest Vize Europameisterin im humorvollen Redewettbewerb wurde.
Es war überwältigend!
 
Und dennoch – manchmal kann ich es selbst kaum glauben,
dass ich es bin, die vorne steht und Reden hält.

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Igel Toastmasters Buxtehude

Diese Homepage wurde mit 1&1 MyWebsite erstellt.